Aufbau einer Ausgabe
Zeitungskopf, Impressum, Seiten, Spalten und Rubriken. Wir erklären, wie die Redaktion die Beiträge auf der Seite verteilte und warum man eine alte Zeitung in anderer Reihenfolge liest, als wir es heute gewohnt sind.
Unabhängiges Magazin über alte Periodika und darüber, wie man sie liest. Keine Redaktion, kein Verlag und keine Bibliothek; ohne Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain.
Beiträge
Hier finden Sie die Themenfelder, aus denen sich das Magazin zusammensetzt, und den Katalog einzelner Beiträge. Eine alte Ausgabe lässt sich auf verschiedene Weise betrachten: als Gefüge aus Spalten und Rubriken, als Beispiel für Schrift und Druckgrafik, als Zeugnis des Alltags, das in den Anzeigen überdauert hat, und als empfindlicher Gegenstand, der sorgsamen Umgang verlangt. Wählen Sie das Thema, mit dem Sie am liebsten beginnen, und folgen Sie dann den Links in den Karten.
Ein Sammelband gleicht dem Tagebuch einer Stadt: Jede Ausgabe hält einen Tag fest, zusammen zeigen sie Jahre.
So wählen wir unsere Themen: Ins Magazin kommt, was Ihnen hilft, eine alte Ausgabe selbstständig zu verstehen – Merkmale, Kniffe und Gewohnheiten aufmerksamen Lesens. Wir geben nicht den Inhalt bestimmter Blätter wieder, vergleichen sie nicht miteinander und empfehlen nichts zum Kauf.
Sechs Themenfelder, um die sich unsere Beiträge drehen.
Zeitungskopf, Impressum, Seiten, Spalten und Rubriken. Wir erklären, wie die Redaktion die Beiträge auf der Seite verteilte und warum man eine alte Zeitung in anderer Reihenfolge liest, als wir es heute gewohnt sind.
Buchstaben, die außer Gebrauch kamen, ungewohnte Schriftformen und Abkürzungen – im Russischen etwa das Härtezeichen am Wortende, im Deutschen die Fraktur. Wir helfen Ihnen, alten Satz flüssig zu lesen, ganz ohne Wörterbuch.
Holzstich, Lithografie, Strichätzung und Rasterdruck: wie Sie am Abdruck selbst erkennen, mit welchem Verfahren ein Bild entstand, und was daraus für die Datierung der Ausgabe folgt.
Private Anzeigen über Zimmervermietungen, Handwerkerdienste, Verlorenes und Gefundenes erzählen ausführlicher vom Alltag als manch ein Artikel. Wir lernen, sie als Quelle zu lesen, ohne sie für die Stimme der Redaktion zu halten.
Wie Sie eine fehlende Ausgabe über Jahrgang und Nummer finden, das Impressum festhalten und eine alte Seite so zitieren, dass die Leserinnen und Leser Ihrer Arbeit sie wiederfinden.
Alte Ausgaben (auf Russisch)
Licht, Feuchtigkeit, saures Papier, rostige Heftklammern und Klebeband. Einfache Regeln für zu Hause, mit denen ein Sammelband noch viele Jahrzehnte übersteht.
Im Katalog erscheinen eigenständige Beiträge, die wir eigens für deutschsprachige Leserinnen und Leser schreiben. Wir wählen Themen, die zur deutschsprachigen Presse passen – von der Frakturschrift bis zu den Kleinanzeigen einer Lokalzeitung – und verfassen jeden Text von Grund auf neu.
Noch enthält der Katalog keine einzelnen Beiträge. Wir ergänzen sie, sobald die Texte fertig sind.
Drei Lesewege: für den ersten Einstieg, für Familienforscher und für alle, die einen Sammelband zu Hause aufbewahren.
Die russische Rechtschreibreform und wie sich das Erscheinungsbild der Zeitschriftenseite nach und nach veränderte.
Woraus sich eine Seite einer alten Zeitung zusammensetzt und wie man am Abdruck das Druckverfahren einer Illustration erkennt.
Redakteur, Korrektor, Setzer, Metteur, Illustrator und Abonnementabteilung – wer eine Ausgabe für den Druck vorbereitete.
Das Inhaltsverzeichnis des Magazins und eine Erklärung, was aus den alten Adressen dieser Domain geworden ist.
Die Angaben zur russischen Rechtschreibreform stützen sich auf Nachschlagewerke; alles Übrige beschreiben wir allgemein, ohne Bezug auf bestimmte Blätter. Öffnungszeiten von Lesesälen, Ausstellungen und Vorträgen erfragen Sie bitte bei den Veranstaltern.